Mainz meets Wiesbaden

Unter dem Titel Mainz meets Wiesbaden berichtet
der Sensor in seinem Heft Dezember 2014/ Januar 2015 über
Verbindendes zwischen beiden Städten

Einen Teil widmet der Bericht der GEDOK-Wiesbaden-Mainz:


Verbindende Kunst

Den scheinbar ewigen Clinch um Amöneburg, Kastel und Kostheim

etwa sehen Gisela Winterling, Dolores Hackenberg und Elke Wolf

entspannt. Für die Künstlerinnen hat die „Sandwich-Situation"

Kostheim, das Mainz heißt und zu Wiesbaden gehört, Vorteile.

So haben die 24 Frauen, die im Verein Gedok Wiesbaden-Mainz

organisiert sind, den gleichen Anfahrtsweg. Gedok schlägt seit fünf

Jahren die Brücken über den Rhein durch die Kunst. Als Vereins-

Treffpunkt dient ein Raum voller Ideen und Inspiration. In einem

Kamin lodern warme Flammen, gemütliche Sofas laden zum Hi-

neinsinken ein, Gemälde und Fotografien an den Wänden. Hier

kommen die Frauen zusammen, produzieren Kunst und sprechen

über ihre Projekte. Goldschmiedin Wolf lebt seit einem Vierteljahr-

hundert in Kostheim, geboren ist sie in Mainz. „Als Regionalgrup-

pe ist man stärker, wenn man sich zusammen tut“, findet sie. Dem

Verein geht es um gegenseitige Unterstützung und eine Plattform

zum Austausch. Eines ist dabei seit der Gründung wichtig: „Gedok

für Mainz und für Wiesbaden - das war die Voraussetzung", erin-

nert sich Winterling. „Für Kunstmenschen gibt es keine Grenzen“,

findet auch Hackenberg, „weder geographisch noch disziplinär.“ So

haben sie den „Tag des Kunstbrötchens“ ausgerufen. Diesen feier-

ten sie mal in Mainz, mal in Bingen und nächstes Jahr in Wies-

baden. Als Hackenberg vor 30 Jahren in die Region zog, erlebte

sie noch eine „krasse Konkurrenz“ zwischen den beiden Städten.

Keiner hat damals mit dem anderen geredet." Doch das sei lange

vorbei. Dazu trägt auch Gedok jeden Tag ein bisschen bei.


Text: Hannah Weiner, Foto: Katharina Dubno